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das Jahr 2007 war ein Jahr großer Chancen für Europa und für einen neuen und noch intensiveren Dialog mit den Bürgern. Die Bundesregierung hatte im ersten Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft übernommen und stand damit im Mittelpunkt der europapolitischen Aufmerksamkeit. Gleichzeitig feierten wir 2007 den 50. Jahrestag der Römischen Verträge. Mit ihnen wurde 1957 der Grundstein für die Europäische Integration gelegt. Dies war und ist ein Grund zum Feiern, doch kein Grund, um sich auszuruhen.
So stehen nach der am 1. Januar 2007 erfolgten Erweiterung der Union um Rumänien und Bulgarien Verhandlungen mit weiteren potenziellen Mitgliedern an. Auch die im Jahre 2000 ins Leben gerufene Lissabon-Strategie muss mit Nachdruck verfolgt werden. Im Bereich der Energiepolitik sehen wir uns großen Herausforderungen gegenüber, die nur auf europäischer Ebene erfolgreich angegangen werden können.
Diese ehrgeizigen Ziele erreichen wir aber nur, wenn alle Bürgerinnen und Bürger Europas sie auch mittragen und mitgestalten. Aus meiner Arbeit als Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland weiß ich, dass viele Menschen der EU mit Skepsis und Vorbehalten begegnen. Dies bestätigen die jüngsten Eurobarometer-Umfragen.
Umso mehr freue ich mich, dass sich mit unserer Unterstützung die Initiative "Bürger für Europa" zusammengefunden hat. Ihre mehr als 40 Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, von ihren positiven Erfahrungen mit Europa zu berichten und sie zur lebendigen Auseinandersetzung mit diesem spannenden Kontinent, seinem Einigungsprozess und den Möglichkeiten, die Europa bietet, zu motivieren.
Der Dialog mit der jungen Generation liegt der Initiative besonders am Herzen. Mit den Veranstaltungsreihen "Europa in der Schule" und "Europa im Betrieb" spricht die Initiative junge Menschen direkt an und lädt sie zum Gespräch ein. Im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft richten sich Aktionen wie der EU-Schulprojekttag, an dem sich auch Mitglieder der Initiative "Bürger für Europa" beteiligen, direkt an Jugendliche.
Ich unterstütze den Grundgedanken und die Arbeit der Initiative nachdrücklich und möchte Sie einladen, sich auf dieser Internetseite über ihre Mitglieder, ihre Motivation und ihre vielfältigen Aktivitäten zu informieren.
Dr. Gerhard Sabathil
Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland bis Mai 2008
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